Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung

Grundstücken

Reallasten

Reallasten

Das BGB definiert in § 1105 den Begriff “Reallasten”. Reallasten sind dingliche Belastungen auf Grundstücken, die sich aus wiederkehrenden Leistungen ergeben und an einen Berechtigten entrichtet werden müssen. Dabei können Reallasten sowohl zeitlich begrenzt als auch unbefristet ausfallen. Die Höhe der Reallasten kann als feste Größe vereinbart werden oder auch unterschiedlich sein. Reallasten, die aus Handlungen wie Stromlieferungen, Unterhaltung einer Brücke oder Wegewartungen entstehen, werden als Geldwert entrichtet. Sie können allerdings auch in Form von Naturalien wie Nahrungsmitteln, Getränke oder landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Obst, Gemüse, Milch oder Fleischerzeugnissen entrichtet werden.

Verwaltungskosten

Verwaltungskosten

Verwaltungskosten umfassen jene zur Verwaltung von Grundstücken gehörenden finanziellen Aufwendungen. Für Verwaltungskosten existiert allerdings keine allgemeinverbindliche Abgrenzung. Grund dafür ist die Tatsache, dass der Verwaltung von Unternehmen oder eben Grundstücken dienende Tätigkeiten vom Gesetzgeber nicht exakt definiert sind. Beispiele für eindeutige Verwaltungskosten: Gehälter für Verwaltungspersonal und gegebenenfalls für Aufsichtsratsmitglieder, Kosten fürs Verwaltungsgebäude (Miete, Pacht, Heizung, Strom), Beiträge, Gebühren, Bürobedarfswaren oder Prüfungskosten. Verwaltungskosten fallen also auch an, wenn Eigentümer ihr Grundstück selbst verwalten.

Wertermittlungsrichtlinien

Wertermittlungsrichtlinien

Um Gutachtern eine Grundlage zum Ermitteln des Verkehrswerts von Grundstücken und Immobilien an die Hand zu geben, sind die Wertermittlungsrichtlinien (WertR 2006) geltende Normen. In den Wertermittlungsrichtlinien sind die Regelungen für die Rechte an einem Grundstück sowie grundstücksgleiche Rechte festgeschrieben, außerdem unter anderem die Grundlagen zum Kalkulieren einer Entschädigung bei Enteignung.

Waldwertermittlungsrichtlinien (WaldR)

Waldwertermittlungsrichtlinien (WaldR)

Genau wie bei Immobilien oder Grundstücken gibt es auch bei der Ermittlung des Wertes von Wald Vorgaben, die durch die Waldwertermittlungsrichtlinien (WaldR) geregelt sind. Bevor man sich diese Vorgaben jedoch genauer betrachtet, muss man sich mit der Definition des Begriffes „Wald“ auseinandersetzen. Der Gesetzgeber schreibt genau vor, wann man von einem Wald spricht und wann nicht. Ganz allgemein heißt es, dass alle mit Forstpflanzen bestockte Grundflächen als Wald zu bezeichnen sind. Hinzu kommen kahlgeschlagene oder verlichtete Grundflächen, Lichtungen, Waldwiesen und Wildäsungsplätze. Grundstücke, auf denen ein paar Bäume gepflanzt wurden, fallen dagegen nicht unter den Begriff Wald. Parkanlagen, bestockte Baulandflächen oder Baumschulen gelten ebenfalls nicht als Wald.

Kernpunkt der Waldwertermittlungsrichtlinien (WaldR) ist die Ermittlung des Verkehrswertes für einen Wald. Dabei werden sowohl der Zustand des Bodens als auch der Baumbestand als Grundlage genommen. Ganz allgemein gilt für den Verkehrswert, dass es sich dabei um den Preis handelt, der am Stichtag nach rechtlichen Gegebenheiten für den Wald erzielt werden könnte. Diesen Preis zu ermitteln, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn zahlreiche Faktoren müssen berücksichtigt werden. Der Sachverständige, der die Ermittlung durchführt, muss beispielsweise die Lage des Waldes berücksichtigen. Befindet er sich in der Nähe von Siedlungs- oder Ballungsgebieten, ergeben sich andere Werte als bei der Nähe zu einem Erholungsgebiet. Die Größe der Waldfläche, der Baumbestand und andere Umstände beeinflussen den Verkehrswert ebenfalls. Man spricht von Dienstbarkeiten, besonderen Erholungsfunktionen des Waldes und von anderen rechtlichen Gegebenheiten.

Auch an das Gutachten selbst stellen die Waldwertermittlungsrichtlinien (WaldR) hohe Anforderungen. Eine genau festgelegte Gliederung ist ebenso selbstverständlich wie die Erbringung zahlreicher Nachweise über den Eigentümer oder die Fläche des Waldes. Die Verkehrslage, das Klima, Gefahren durch witterungsbedingte Einflüsse oder der Wildbestand müssen berücksichtigt werden. Und auch potentielle Gefahren durch Insektenbestand müssen in das Gutachten einfließen.

 

 

 

Informationen für Immobilien im Ausland.
Immobilien in England / GB Immobilien in Frankreich Immobilien in Spanien
Immobilien in Dänemark Immobilien in Polen Immobilien in der Türkei
öffentlich bestellte und vereidigte sowie qualifizierte Dipl.-Sachverständige (DIA) für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken
Referenzobjekte
Immobiliengutachter Immobiliensachverständiger Sachverständiger Gutachter WertermittlungGutachter Immobilien immobilienbewertungSachverständigenbüroGutachtenSachverständiger ImmobilienImmobiliensachverständigerImmobiliengutachter ImmobiliensachverständigerSachverständiger Gutachter WertermittlungGutachter ImmobilienimmobilienbewertungSachverständigenbüro


Bernd A. Binder