Dachstuhl

Die zimmermannsmäßig errichtete Dachkonstruktion bei geneigten Dächern wird Dachstuhl genannt. Dabei werden drei Grundtypen unterschieden:

–  Sparrendach: Ein festes Dreieck wird aus zwei schräg stehenden Balken und dem waagerecht liegenden Balken der Balkendecke gebildet. Mit dieser Konstruktion erhält man einen verstrebe- und stützenfreien Dachraum. Solche Sparrendächer sind geeignet für Dachbreiten bis zu 8 m und die Sparren sollten nicht länger als 4,50 m lang gehalten werden.

–  Kehlbalkendach: Dieses Sparrendachart eignet sich für Dachbreiten von mehr als 8 m mit Sparrenlängen von über 4,50 m. Waagerechte Balken, die sogenannten Kehlbalken, werden zur Abstützung der Sparren eingesetzt, um ein Durchbiegen der Sparren zu verhindern. Die Kehlbalken müssen in einer Höhe angebracht sein, die eine ausreichende Kopfhöhe sicherstellt.

–  Plettendach: Diese Konstruktionsform ist für jede Art von Grundriss geeignet. Dabei liegen die Sparren auf waagerechten Balken, die als Firstbalken, Firstpfette und Fußpfette genannt werden, und stützen sich am First nicht gegenseitig. Wenn die Sparrenlänge 4,50 m übersteigt, wird zudem eine Mittelpfette notwendig. In der Regel tragen senkrechte Holzstützenkonstruktionen die Pfetten, welche einen Dachausbau stören könnten. Zudem erlaubt ein Pfettendach den Einbau größerer Dachflächenfenster als es bei Sparrendächern möglich ist.

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