Zersiedelung

Die Neubautätigkeiten außerhalb geschlossener Ortschaften, die mit einer Abwanderung bestimmter Bevölkerungsteile in das ländliche Umfeld von Ballungszentren, der so genannten Landflucht, einhergehen, werden mit dem Begriff „Zersiedelung“ umschrieben. Das Anwachsen kleinerer Umlandgemeinden durch den Zuzug von mobilen, wirtschaftlich starken Bevölkerungsschichten wird als „Speckgürtel“ bezeichnet.

Der private Individualverkehr ist für die Zersiedlung von zentraler Bedeutung. Als Folge verbleiben in den Ballungszentren meist nur sozial schwache und ältere Menschen. In so genannten „Trabantenstädten“, welche insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren als Großsiedlungen entstanden, finden sich einseitige Bewohnerstrukturen mit Ghetto-Charakter.

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